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Weitförderung

Beton pumpen im Dienst des Umweltschutzes

Moli 21.12 pumpt Beton über 450m im Spreewald
Eine nicht alltägliche Aufgabe für Putzmeister: Quer durch das Biosphärenreservat Spreewald fördert eine Pumpe zurzeit über eine Rohrleitung Beton zur 450 m entfernten Baustelle. Mit dem Bau einer Schleuse soll der Niveauunterschied im Wasserlauf überwunden werden. Dass sich Naturschutz und Betonpumpen nicht widersprechen, zeigt der erfolgreiche Verlauf dieses Projektes.

Der Spreewald in Brandenburg liegt nur etwa 70 km von Berlin entfernt und ist ein Gebiet von hohem touristischem Wert. Neben vielen anderen Freizeitaktivitäten, ist das Befahren der schier unendlichen Flussläufe mit allen Arten von Booten beliebt. Um dieses Vergnügen ungestört zu ermöglichen, soll bis zur Sommersaison 2013 der Höhenunterschied an einer schwer zugänglichen Stelle durch eine neue Schleuse überbrückt werden. Nicht nur der mit einer Bauzeit von neun Monaten sehr eng gefasste Zeitplan und die in diesem Zeitraum überwiegend winterlichen Bedingungen stellten eine große Herausforderung dar. Auch die Logistik in der fast undurchdringlichen Landschaft beschäftigte die Projektbeteiligten bereits im Vorfeld intensiv. Um diese Hürden zu nehmen, war Know-how, Teamarbeit und eine hervorragende technische Ausrüstung gefragt.

 

Erste Hürde – schwer zugängliche Baustelle im Naturschutzgebiet

Biosphärenreservat Spreewald
Die betreffende Schleuse Nummer 112 liegt inmitten des Spreewaldes in einem Biosphärenreservat. Jenseits befestigter Straßen und umgeben von einer sumpfigen, fast undurchdringlichen Landschaft. Für schwere Baufahrzeuge ist spätestens am Parkplatz einer nahe gelegenen Gaststätte Endstation. Von dort sind es jedoch mindestens noch 450 m bis zur Baustelle.

Bereits im Januar 2012 hatten die Verantwortlichen verschiedene Möglichkeiten diskutiert und geprüft, wie Beton und andere Baumaterialien umweltfreundlich zur Baustelle transportiert werden könnten. Kurzzeitig wurde selbst der Transport per Esel nicht ausgeschlossen. Die Planungsgemeinschaft Tief- und Wasserbau GmbH in Dresden hatte auch frühzeitig die Projektingenieure von Putzmeister angefragt und in das Projekt eingebunden. So war in kurzer Zeit ein tragfähiges und umweltschonendes Betonförderkonzept entstanden. Mittels einer Rohrleitung solle der Beton ohne Eingriffe in die geschützte Landschaft an Ort und Stelle transportiert werden. Dieses Konzept sieht auch vor, im Sinne des Naturschutzes die Reinigung der Betonpumpe und Rohrleitung so durchzuführen, dass weder Restbeton, noch Reinigungswasser in den Spreewald gelangen. Die praktische Lösung: Eine Reinigung nach vorn mittels Druckluft, welche die Betonreste in die Schalung befördert.

 

Zweite Hürde – Prüfung der Betonrezeptur auf die Pumpbarkeit

Pumpvorgang
Unklar war zu Anfang, ob die vorgeschriebene Betonrezeptur für die Förderung über eine Distanz von 450 m mit der Pumpe überhaupt geeignet wäre. Fachleute testeten vor Ort bei der Firma Kann Beton in Koschendorf mit Hilfe des SLIPER Rheometer den vorgegebenen Sohlenbeton C30/37. Dieses Messgerät liefert Werte, die den zu erwartenden Förderwiderstand (Reibbeiwert) von Beton in der Förderleitung angeben. Daraus lassen sich Rückschlüsse sowohl bezüglich der benötigten Betonpumpe als auch der Rohrleitung ziehen. Erst nach positiven Ergebnissen der Messung stand dem Einsatz der eingeplanten Betonpumpe nichts mehr im Wege.

So konnte im November 2012 mit der Einrichtung der Baustelle begonnen werden. Die beteiligten Unternehmen transportierten Spundwände und anderes Material mit Lastenkähnen zur Baustelle. Für die Bagger erfüllten Schwimmpontons ihren Zweck. Die Putzmeister Projektingenieure sorgten in enger Zusammenarbeit mit allen an der Betonage beteiligten Firmen für Installation, Aufbau und Befestigung der Rohrleitung. Sie trafen Vorbereitungen insbesondere für einen eventuellen Notfall während der Betonage (Stopfer) und auch für die Reinigung. Für die zu erwartenden hohen Förderdrücke bis knapp 100 bar fixierten Arbeiter die Rohrleitung an mehreren Stellen. 

 

Dritte Hürde – widrigste Witterungsbedingungen

Ende März 2013 begannen schließlich die Betonagearbeiten der Schleusensohle.
Trotz Schneeschauern und Minustemperaturen förderte die Pumpe die ersten 150 m3 Beton problemlos in die Schalung. Der beauftragte Betonpumpen-Dienstleister, die TBG Pumpendienst Berlin hat eine Putzmeister-Autobetonpumpe vom Typ MOLI im Einsatz. Diese verfügt über eine überdurchschnittlich leistungsfähige Betonpumpe, die Förderdrücke bis 115 bar zulässt.

Dank der guten Vorbereitung, der Spezialisten vor Ort und dem erstklassigen Equipment steht einem pünktlichen Abschluss der Bauarbeiten aus heutiger Sicht nichts im Wege.

 

Putzmeister-Equipment im Einsatz:

Moli 21.12
Betonpumpe BSF 21.12 H MOLI
Max. Förderdruck 115 bar
Rohrleitung ZX 125 130 bar
 
 

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